1866
Die Spinnerei wird
in Betrieb genommen. Es kann noch keine elektrische Energie aus der
Wassserkraft des Schilsbaches, wohl aber mittels einer Turbine,
mechanische Kraft in der Grösse von 1´026 PS gewonnen
werden.
1886
Der Energiebedarf verdoppelt sich, weil die Spindelzahl
von 50´000 auf 100´000 erhöht wird. Mit dem Bau des
Bruggwitiweihers kann das während der Nacht und übers
Wochenende nicht gebrauchte Wasser gespeichert und während den
Betriebszeiten bei Bedarf “abgerufen” werden.
1895
Baubeginn des Schmelzwerkes P. & H. Spoerry (heutige Flumroc) zur
Herstellung von Calciumcarbid. Der Schmelzprozess benötigt
grosse Mengen elektrischer Energie. Mit der zusätzlichen
Ausnützung des noch unbenutzten Gefälles zwischen
Bruggwitiweiher und Pravizin und der Erstellung von Druckleitungen und
der Zentrale Pravizin kann der erweiterte Energiebedarf gedeckt
werden.
1902
Elektrifikation der Spinnerei. Mit der Einführung
von Ringspinnmaschinen, welche die Wagenspinnmaschinen ablösten,
steigt der Energiebedarf erneut an.
1911
Die Zentrale Felsen wird in
Betrieb genommen. Für diesse Zentrale muss eigens eine
Druckleitung vom Pravizin zur Spinnerei erstellt werden.
1929
Die existierenden, offen verlegten Druckleitungen zwischen Bruggwiti –
Pravizin wird durch einen Druckstollen Bruggwiti – Marmiez und
eine im Boden verlegte Druckleitung Marmiez – Pravizin ersetzt.
1941
Baubeginn der Aeulizentrale. Die erzielte Energiemehrproduktion
wird an das Konsortium der Erzverhüttung (während des 2.
Weltkrieges) und an die Ortsgemeinede geliefert.
1957
Stilllegung der alten Spinnereiturbine.
1974
Bau der Zentrale «Neues
Sägengüetli», um die frei gewordene Wasserkraft der
Spinnereiturbine zur Erzeugung elektrischer
Energie zusätzlich
zu nutzen.